Gamescom: Kingdome come: Deliverance (Konsole)

Kingdome come: Deliverance ist ein mittelalterliches FirstPerson Rollenspiel von Warehorse Studios entwickelt, das am Anfang des 15 Jahrhunderts in Böhmen (also Tschechien und Teile von Ostdeutschland, sowie Südpolen) spielt. Man wird hier in der Rolle von Henry, Sohn eines Dorfschmiedes von Skalitz, versetzt. Man lernt seinen bisherigen Umgang, Leben kennen und verfolgt seinen Werdegang. Denn eines Tages wird sein Dorf von kriminellen Rittern, entsendet vom tyrannischen Herrscher, zerstört, jeder Dörfler wird ausnahmslos getötet und Gebäude in Brand gesteckt. Henry überlebt als einziger sehr knapp und schwört sowohl Rache am Tyrannen Sigismund, Bruder des neuen offiziellen Königs Wenzel der 4, sowie das Schwert, das Henrys Vater für ihn geschmiedet hat, zurückzuholen.

 

Die Demo auf der Gamescom beginnt damit, dass der Protagonist gerade aufwacht (so fangen häufig Ubisoft Spiele an, dabei ist das nicht mal wirklich toll, aber das ist ein anderes Thema; außerdem gemein mit Ubisoft Spielen hat KCD das die Motivation der Hauptfigur aus der toten Verwandtschaft besteht) oder eher von der Mutter geweckt wird, denn die Arbeit ruft, auch wenn die Nacht zuvor lang war und mit viel Alkoholkonsum gefeiert wurde. Als Sohn des Schmieds muss er auf im Dorf Aufgaben übernehmen, damit die Familie Leben kann. Von der Mutter herausgescheucht, trägt der Vater Hal, wie ihn seine Freunde nennen, auf, von einem Kunden das geschuldete Geld für diverse Werkzeuge einzutreiben, neue Kohle für den Schmiedeofen vom Händler zu besorgen, von dem Geld das man vom Kunden erhalten sollte, und ein Fass Ale/Bier vom örtlichen Wirtshaus heranschaffen, gekühlt aus dem Keller ist gewünscht. Genau wie die Vorbilder Skyrim und andere Sandbox RPGs kann man den Charakter freisteuern, unterschiedliche, einfache Interaktionen durchführen lassen, zum Beispiel sich an einen Picknicktisch setzen oder an einem Wassertrog sich waschen. Unterwegs bekommt man mit wie sich die Dorfbewohner für einen Plausch treffen und ihrer Arbeit nachgehen. Der erste Halt führte mich zum Wirtshaus, das habe ich als erstes gefunden (kein Kommentar), im kleinen Biergarten warteten bereits (oder noch?) Henrys Freunde, sie heckten einen Plan, einem der Gäste aufzulauern und ihm eine handfeste Abreibung zu verpassen, da dieser Gast kein gutes Wort am König lies, Henry sollte mitmachen, da war dann der erste Punkt an dem mir das Spiel eine Antwortauswahl anbot wie Henry reagieren soll. Ich lies Henry dieses verlockende Angebot, jemanden für seine Meinung Lazarett reif zu prügeln, auch wenn das Spiel andeutet das auch Henry die Worte des Gastes nicht gefallen (Schade, Deepsilver), dankend ablehnen, immerhin gab es wichtige Aufgaben zu erledigen. Die Freunde waren etwas verdutzt und hatten wohl eine andere Antwort erwartet, aber sie haben dann auch ab von ihm abgelassen, als sie Henry nicht mehr umstimmen konnten. In der Taverne sprach ich dann die Schankwirtin namens Bianca an, deren Namen bereits in einem Dialog zuvor gefallen war, aufgrund Henrys nächtlichen Abenteuern war er ihr natürlich bekannt, vermutlich lief da sogar mehr, denn mit ihrem Satz machte sie deutlich das sie irgendwie hoffte, dass er wegen ihr schon so früh da ist, war auch ersichtlich entrüstet, als Henry ihr entgegnete das er wegen eines Fasses Ale für den Vater da wäre, nicht wegen ihr. Aber irgendwie war doch noch nicht die Zeit, diese Aufgabe abzuarbeiten, denn Henry meinte er müsse vorher noch andere Dinge erledigen. Also gut, bin ich wieder raus und suchte das Haus des Mannes der einem noch Geld schuldete. Auf dem Weg lief ich auf einem Mann zu, der Henry von der Seite ansprach, als würde er ihn schon etwas länger kennen, also klickte ich ihn an. Hier erfährt man, weshalb Henry an der rechten Hand eine Verletzung hat, die Hals Mutter gar nicht gefiel als sie den Verband sah, Henry trainiert heimlich mit diesem Soldaten, wohl auf Befehl wartend so wie ich es verstanden hatte, denn Henry will ein Abenteuer erleben, aber für die Gefahren, wie Banditen und Wild, dafür aber bereit und gewappnet sein. So bekommt man dann das Kampfsystem mit dem Schwert, der Hauptwaffe des Spielers, erklärt, wie ich das gemacht habe weiß ich nicht mehr, auf jedenfall war die Lektion schnell vorbei und der Soldat, der wohl am Tag darauf sich zu seinem Auftrag aufmacht, war sehr zufrieden mit mir. Kämpfe laufen so ab, dass der Charakter möglichst bereit bleibt Schlägen in Bewegung auszuweichen, zu parieren und auch initiative zu zeigen indem man selbst Angriffe einleitet, die zehren an der Ausdauer von Henry, in Ruhephasen, also passiven Haltungen,  lädt sich er Balken wieder auf. Schwere Angriffe ziehen von der Leiste mehr ab als leichte Angriffe und möglichst sollte Henry sich erst von dem Schlag erholen bevor er losstürmt, sonst gibt es Probleme im Kampf. Nach dieser Einlage des Schwertgefechts wollte ich aber noch schnell zu dem Mann, der dem Vater noch Geld schuldig war, bevor die Spielzeit endete. Angekommen sprach mein Henry einfach mal den Mann an, der gerade mit der neuen Axt, hergestellt vom Vater und noch nicht bezahlt, Holz hackte. Die Drohungen vom Dörfler, dass sich der Vater noch gefälligsten Gedulden soll bis er sein Geld bekommt, er würde es nicht scheißen (seine Worte) und man solle gehen bevor er die Geduld verliert und hebte die Axt zwischen sich und Henry drohent. Wieder blendet das Spiel mir eine Auswahl an Antworten an, in diesem Fall könnte Henry sagen wie, 'Gut, ich war jetzt die gut gemeinte Nachrichte. Ich erzähle Vater von deinem Verhalten und deiner Bereitschaft' dann kann man dem Mann drohen, er solle doch auf sienen Ton achten und noch mal mit Nachdruck das Geld verlangen oder man wird direkt handgreiflich. Ich entschied mich für die zweite Option, scheinbar war eine bestimmte Vorraussetzung noch nicht erfüllt, denn leider wurde mir 'Gescheitert' eingeblendet und der Mann rastete aus und wollte einen Konflikt. Doch Henry war mit nachsetzenden Schlägen in der Übermacht und so fiel am Ende der Bauer zurück in den Dreck und vor Angst stotterte er, dass Henry den Schlüssel nehmen, die Axt zurückbringen und sich aus dem Besitz des Mannes nehmen soll als Bezahlung was da ist. Was noch da ist eher gesagt, denn der arme Mann hatte wirklich nur von Nichts sehr viel. Mir tat er schon wirklich leid und das Henry ihn so anfahren musste. Da war dann die Spielzeit aber auch leider schon vorbei.

Das Spiel basiert auf der Cryengine, sieht einfach bombe aus und ist leider aber nur auf Englisch mit deutschen Untertiteln im finalen Release  erhältlich. Für Rollenspieler, die es realistisch mögen und mit fantastischen Elementen (also flammenden Händen und Drachen überall) nichts fangen können, sceint Kingdom comes: deliverance das Rollenspiel im nächsten Jahr zu werden. Für mich ist das Spiel höchstens in einem Angebot interessant, da es keine deutsche Sprachausgabe gibt die mir  wichtig ist, aber interessant ist das Spiel trotzdem und ich werde die Entwicklung beobachten.