Gamescom: Assassins Creed Origins

Im alten Ägypten erzählt uns Ubisoft vom Ursprung der Assassinen Bruderschaft. Bayek ist ein Mitglied der Medjau, ein Zusammenschluss von Menschen die unter anderem in der nubischen Wüste und am Roten Meer Gebirge unterwegs waren und oft als Karawanenführer und Polizisten im alten Ägypten fungierten, sowie der Assassinen Bruderschaft in Ägypten. Assassins Creed Origins bringt uns, wie der Untertitel des 7. Teils verrät, die Entstehung der Assassinen näher.

aco assassinenmonturen1Foto vom UbisoftStand auf der Gamescom: Die Monturen der Assassinen. Von rechts: Edward Kenway, Arno Victor Dorian, Aveline de Grandpré

Die Demo beginnt mit einem Ritt auf einem Pferd, man soll einen Punkt in der Stadt erreichen. Die Steuerung funktioniert noch wie in den Vorgängern, aber das Pferd war, so empfand ich es, leichter zu handhaben. Dem Pferd die Sporen geben, es langsam traben zu lassen und dem entgegenkommenden Verkehr ausweichen ist gar kein Problem. In der Stadt haben Passanten immer noch die unflätige Angewohnheit auf den Straßen zu laufen und viel zu spät auf das sich nähernde Pferd zu reagieren. Zum Glück hatte es bisher keine Konsequenzen, das man irgendwann keine Lust mehr hatte den Leuten auszuweichen und man einfach drauf hält. Ziel ist ein örtlicher Priester, der einen Sklaven vor allen Leuten auf einem Podest misshandelt, dessen Anschuldigung besteht darin das zwei wichtige, goldene Statuen von dem Mann gestohlen wurden, die er eigentlich transportieren sollte. Der kniende Mann beteuert wieder und wieder trotz den Schmerzen seine Unschuld, er habe sie nicht gestohlen, sein Schiff sei angegriffen worden und darauf hin ist die Ladung im Fluss gelandet, er selbst hatte nur Angst und war einziger Überlebender des Überfalls. Bayek schreitet in die Misshandlung ein, sehr zum Missfallen des Priesters der ihm gleich droht ihn nicht bei seiner Pflicht zu stören,  als Bayek immer noch nicht nach geben möchte und fragt was das Problem sei, ruft der Priester nach den Wachen und winkt bereits mit einer Strafe für Bayek, allerdings ist Bayek ein Mitglied der Medjau und damit selbst die Wache. Bayek hört sich die Geschichte des Sklaven an und fragt den Priester ob dem nachgegangen sei, natürlich wäre der Sklave einfach nur ein Lügner der sich die Statuen genommen hat zur eigenen Bereicherung, dessen Meinung nach. Sichtlich unerfreut und genervt über diese unzureichend geklärte Situation, erklärt sich Bayek dazu bereit den Tatort zu untersuchen, sollte er nichts finden könne der Mann immer noch hingerichtet werden. An der Stelle der Tat auf dem Wasser findet man ein Schiff mit feindlicher Besatzung vor und das Spiel gibt einem die Gelegenheit in die Adlersicht zu wechseln, im wahrsten Sinne des Wortes. In der Adlersicht wechselt man nun zum treuen Gefährten Senu, seinem Adler zu dem er eine symbiotische Beziehung hat. Man steuert den Adler, kann wichtige Ziele ausmachen, einen Überblick über die Situation machen und erkunden. Senu lässt sich problemlos steuern und Primärziele ausfindig machen. Zurück in Bayek schwimme ich an die linke Seite des Schiffes, um von dort aus auf das Schiff zu klettern. Auf dem Deck finden sich genug Deckungen um auf der Lauer zu liegen und abzuwarten bis ein Gegner richtig steht. Hier unterscheidet sich die Steuerung des Assassinen zur der von Syndicate, zumindest hatte in dieser Mission Bayek noch keine versteckte Klinge, also blieb immer wieder nur der Nahangriff mit der Khopesh (eine sichelförmige Klinge), zum Glück löste das keinen Alarm aus. Gut, wenn die versteckte Klinge nicht da ist, suche ich mir eben einen hohen Mast mit Aussichtsplattform aus, schleiche mich hoch und verwenden den Bogen, praktischerweise steht dort oben noch ein Bottich mit Feuer, da kann ich gleich die neue Physik ausprobieren. Bogen mit den unteren Schultertasten spannen, den Pfeil in die Flamme halten und die Schultertaste loslassen, um erste Gegner mit Pfeilen eindecken. Ich weiß nicht,ob man Gegner generell nicht in Brand stecken kann, es nicht funktioniert oder ich einfach zu unfähig, das Ergebnis war nur das die Gegner etwas an Gesundheit einbüßten. Der Überraschungsmoment war also hin, habe also möglichst so viel Schaden wie möglich von angerichtet, damit den Gegner im Nahkampf schneller die Puste ausgeht, wenn sie oben ankommen sind. Sind die Soldaten tot kann das Schiff, wie in Assassins Creed Black Flag, geplündert werden. Nun konnte ich in Ruhe die Tatortstelle im Wasser genauer untersuchen, dafür musste Bayek einen Tauchgang einlegen. Auf dem Flussufer fanden sich dann die angeblich gestohlenen Statuen was bewies, dass der Sklave die Wahrheit sagte. Bevor ich allerdings mit diesem Wissen zurückgehen konnte, war die Spielzeit um.

aco assassinenmonturen2Foto vom UbisoftStand auf der Gamescom: Die Monturen der Assassinen. Von rechts: Jacob Frye, Evie Frye, Ratonhnhaké:ton (gesp. Radonagedon) Connor Kenway

Assassins Creed lockt mich immer wieder mit der schönen Thematik, auch andere Spiele die ein wenig in die Historie eintauchen finde ich immer faszinierend. Ehrlich gesagt haben mich einige Teile von AC mit einigen Spielelementen vergrault, bei der Desmond Saga waren es die Reisen mit denen ich nicht klar kam und auch das Tauschen des Pferds gegen ein Schiff war nicht angenehmer, aber mit Unity und Syndicate hatte ich deutliche bisher meine Favoriten gefunden. Erzählerisch ist AC gewiss keine Offenbarung, in letzter Zeit haben die Protagonisten von Ubisoft immer den selben Hintergrund, tote Familienmitglieder sind die Motivation des Hauptcharakters irgendwas zu machen und immer wieder wird man daran im Spiel erinnert. Das ist ein bisschen langweilig und verursacht eher Augenrollen als eine spannende Erzählung. Die Spielmechanik und die Aufgaben des Spiels sind aber gute und wichtige Bestandteile des Spiels die es spielenswert machen und ich möchte ja doch erfahren wie die Assassinen in Assassins Creed enstanden.